Das Leben wählen
Steve Hearts
[Choosing Life]
In letzter Zeit habe ich über 5.Mose 30,19 nachgedacht , wo Gott sagt: „ Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Der Himmel und die Erde sind meine Zeugen. Wählt doch das Leben, damit ihr und eure Nachkommen am Leben bleiben!“
Natürlich ist mir bewusst, dass es sich hierbei um eine Schriftstelle aus dem Alten Testament handelt und als Jesus kam, er den Fluch für uns alle am Kreuz auf sich nahm. Paulus sagt in Galater 3,13: „Doch Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes gerettet; am Kreuz nahm er den Fluch auf sich. Denn in der Schrift heißt es: ‚Verflucht ist jeder, der an einem Holz hängt.‘“
Dennoch sagt uns Jesus in Johannes 10,10: „Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“ Es ist wichtig zu verstehen, dass Satan oder „der Dieb“ noch nicht von der Welt entfernt wurde, obwohl Jesus durch sein vollendetes Werk am Kreuz die Macht Satans gebrochen hat. Er geht immer noch umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. (Siehe 1. Petrus 5,8 .) Daher besteht immer noch die Möglichkeit, zwischen dem Leben in Fülle, das Jesus uns schenken wollte, und dem Tod und der Zerstörung des Feindes unserer Seelen zu wählen.
In diesem Artikel möchte ich anhand einiger Beispiele zeigen, was die Entscheidung zwischen Leben und Tod im Laufe der Jahre für mich bedeutet hat und was sie heute noch für mich bedeutet.
Ich beginne mit der Macht, die Worte haben. In Sprüche 18,21 heißt es: „Wer gern redet, muss die Folgen tragen, denn die Zunge kann töten oder Leben spenden.“ Das bedeutet doch, dass ich, egal wie ich meine Zunge einsetze, sei es für Leben oder Tod, um Menschen aufzubauen oder zu zerstören, am Ende die Früchte meiner Entscheidung ernten werde, und andere auch. Das ist eine ernüchternde Warnung, die mich motiviert, Gott um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen, um meine Zunge täglich als Werkzeug des Lebens, der Liebe und der Ermutigung einzusetzen.
Ich war auf diesem Gebiet sicherlich nicht perfekt, aber aus meinen Fehlern habe ich viel gelernt. Als Musiker, der einige Gesangsgruppen und Bands leitete, lernte ich beispielsweise viel darüber, mit meinen Worten vorsichtig zu sein, insbesondere wenn ich meinen Kollegen konstruktive Kritik übte. Obwohl ich solche Anregungen immer gut gemeint hatte und die Leute zu besseren Leistungen motivieren wollte, war ich manchmal zu direkt. Ich sprach mit wenig bis gar keinem Takt. Deshalb gab meine konstruktive Kritik einen Stich und entmutigte einige Leute so sehr, dass sie eine Zeit lang nicht mehr mit mir musizieren wollten. Glücklicherweise konnte ich mich bei ihnen entschuldigen und die Sache wieder in Ordnung bringen. Das gab ihnen ihr Selbstvertrauen zurück und bestärkte sie in ihrem Wunsch, weiterzumachen. Aber die Lektion über die Macht meiner Worte ist mir seitdem geblieben. Der Herr lehrt mich weiterhin, jeden Tag die Wahrheit in Liebe zu sagen. (Epheser 4,15 )
Ich bemühe mich auch, nicht über andere zu tratschen oder hinter ihrem Rücken schlecht über sie zu reden, denn wenn ich das tue, benütze ich mit meine Zunge für den Tod, statt für das Leben. Es ist mir auch wichtig, die Wahrheit über Gottes Versprechen für mein eigenes Leben auszusprechen, statt Negativität und Pessimismus zu verbreiten. Jesus sagt in Markus 11,24: „Alles, was ihr im Gebet erbittet – glaubt, dass ihr es bekommen habt, und ihr werdet es erhalten.“
Sich für das Leben zu entscheiden kann auch bedeuten, denen zu vergeben, die mir Unrecht getan haben, anstatt Groll in seiner Seele anzuhäufen. Diese Entscheidung fällt mir selten leicht, aber Gottes Wort sagt, wir sollen einander vergeben, so wie Gott uns in Christus vergeben hat. (Epheser 4,32) Die Alternative zu Vergebung, der Weg der Bitterkeit und des Grolls, ist ein Weg des Todes und der Zerstörung, der mich und andere besudelt. (Hebräer 12,15)
Sich für das Leben zu entscheiden, kann auch bedeuten, nicht aufzugeben, etwas durchzuziehen, bei dem ich anfangs vielleicht gescheitert oder es nicht gänzlich richtig machte, anstatt mich einfach geschlagen zu geben und mir einzureden, dass ich es nie schaffen werde. Ich glaube, dass zu dem reichlichen Leben (Johannes 10,10), das Jesus uns schenken möchte, auch die Fähigkeit gehört, unser volles Potenzial zu entfalten und all das zu sein, wozu Gott uns berufen hat. Gelegentliches Scheitern gehört zum Wachsen und Lernen dazu, aber wenn ich mich von Misserfolgen zurückhalten lasse, werde ich dieses Ziel nicht erreichen. Durch Gottes Gnade lerne ich, mit Misserfolgen umzugehen, daraus zu lernen und weiter zu wachsen und zu siegen.
Sich für das Leben zu entscheiden kann auch bedeuten, meinen Fokus auf Jesus, seine Treue und seine Versprechen zu richten, selbst wenn etwas nicht schlimmer werden könnte. Erst gestern erhielt ich zum Beispiel die traurige Nachricht, dass eine gute Freundin an Krebs gestorben war. Ich war kurzzeitig von Trauer und Traurigkeit erfüllt, aber nach einer Weile beschloss ich, mich wie David im Herrn zu trösten (1. Samuel 30,6). Schließlich wusste ich, dass meine Freundin Errettung hatte und dass es ihr nun so viel besser geht, als uns allen, die wir noch auf der Erde sind. Also verlagerte ich meinen Fokus von dem Gefühl der Trauer und des Verlusts in meiner Seele auf die göttliche, tröstende Gegenwart des Heiligen Geistes und fand schnell den Frieden und Trost, den ich brauchte.
Im Himmel werden wir zwar wunderbare Dinge und vollkommene Liebe erfahren, aber ich weiß auch, dass Jesus nicht gekommen ist, um uns nur im Jenseits Leben zu schenken. Er hat auch hier und jetzt viel Gutes für uns. Paulus sagt uns: „Er kann euch so reich beschenken, ja, mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr zu jeder Zeit alles habt, was ihr braucht, und mehr als das. So könnt ihr auch noch anderen auf verschiedenste Art und Weise Gutes tun.“ – 2.Korinther 9,8
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