Ein Appell an das Mitgefühl

März 14, 2019

Maria Fontaine

Gottes Wort lehrt uns, Liebe ist das Wichtigste in unserem Umgang mit Menschen. Wenn wir gelernt haben zu beten, zu bezeugen oder eine Missionsarbeit zu organisieren, ohne gelernt zu haben, Liebe zu zeigen, dann nützt uns das nichts.

Wenn wir andere lieben, wie wir uns selbst lieben und unser Leben für die Brüder geben, wie wir als Seine Jünger zu handeln berufen sind, scheint eskluger zu sein, uns darin zu irren, zu verständnisvoll zu sein, als zu hart zu ihnen und zu kritisch zu sein, sie möglicherweise falsch zu beurteilen und die sehr schwierige Zeit, die sie bereits durchlaufen, noch schwieriger zu machen.Der Herr wird jedem von uns die Lektionen lehren, die wir brauchen, auf die liebevolle Weise, die Er am besten kennt. Aber wenn wir Menschen mit Mitgefühl behandeln, haben wir ihnen Liebe und Rücksicht gezeigt, auch wenn sie es aus unserer begrenzten Perspektive heraus scheinbar nicht verdienten.

Ist es nicht das, was Gott täglich mit uns macht – ständig unverdiente Barmherzigkeit und Liebe zu jedem von uns, Seinen unwürdigen und oft unberechenbaren Kindern zu zeigen? Wenn jedes Mal, wenn wir versuchten, uns vor etwas zu drücken, das wir tun sollten oder Seinen Willen umgingen, oder einen Fehler machten, es vermasselten, Er uns eines überziehen würde und uns fertig machte und uns für unser Versagen ausschelten würde, würden wir das nicht aushalten können. Wenn Gott uns das ganze Gewicht des Gesetzes auferlegt hätte, als wir es gebrochen haben, wären wir heute nicht mehr da.

Sich von Zeit zu Zeit einige essenzielle Fragen zu stellen, ist wichtig: Wie oft zeige ich kritisch mit dem Finger auf jemanden, ohne alle Fakten zu kennen oder ohne anzuhalten, um mich „in ihre Lage zu versetzen“ und zu sehen, wie es ist, „in ihrer Haut zu stecken“? Wie oft zeige ich anderen einen Mangel an Liebe durch Kritik, Ungeduld, Unverständnis oder Verdammung?

Denke an die Zeiten, in denen du in irgendeiner Weise hart oder unfreundlich zu jemandem warst, ihn kritisiert oder ihn in irgendeiner Weise verletzt hast. Hättest du anders gehandelt, wenn du gewusst hättest, dass sie morgen nicht mehr bei dir sein würden? Und was ist mit denen, die mit mangelnder Sorge und mangelndem Verständnis behandelt wurden, denen, die am nächsten Tag tatsächlich gestorben sind? Jene, welche ohne Hoffnung und ohne Glauben starben, weil sie das Gefühl hatten, dass die Liebe verschwunden war.

Wir hassen es, meine Lieben, an diese Dinge zu denken; es tut sehr weh, aber, wenn wir vielleicht aus unseren Fehlern lernen können, werden wir sie hoffentlich nicht wiederholen.

Wirst du dich jetzt sofort voll und ganz dafür einsetzen, dich aufrichtig und von ganzem Herzen zu bemühen, andere zu lieben, wie Jesus dich geliebt hat, sie zu lieben, weil „die Liebe Christi dich drängt“; Jesus durch dich durchscheinen zu lassen, um Sein Mitgefühl, Seine Sorge und Sein Verständnis zu zeigen?

Würdest du es zu deinem täglichen Gebet machen, zu sagen: „Jesus, bitte hilf mir, heute Liebe zu haben für diejenigen, mit denen ich arbeite, für diejenigen, die ich unterrichte, für diejenigen, mit denen ich rede. Wenn ich heute auch nichts anderes vollbringen sollte, hilf mir, jeder Person, der ich begegne, Liebe gezeigt zu haben – eine Umarmung oder eine Berührung für diejenigen, die Ermutigung brauchen; Mitgefühl für diejenigen, die wissen müssen, dass ich sie verstehe; Geduld für diejenigen, die verwirrt und verzweifelt sind; Weisheit für diejenigen, die ihr Herz teilen müssen, aber nicht wissen, wie; Toleranz mit denen, die sich nicht genug zu bemühen scheinen; Gebet für diejenigen, die belastet sind; liebevolle Fürsorge und Verständnis für diejenigen, die krank sind; eine helfende Hand für diejenigen, die mit einer Aufgabe kämpfen.“

Wenn du nicht herausfinden kannst, was jemanden gerade beschäftigt, und du versucht bist, ihn zu kritisieren oder zu beschuldigen für das, was für dich wie körperliche, emotionale oder geistige Probleme aussieht – oder welche Art von Problemen sie auch immer haben mögen –, dann bitte den Herrn, dir zu helfen, dich nicht auf dein eigenesVerständnis zu verlassen. Bitte Ihn, dir zu helfen, Seinen barmherzigen Standpunkt zu vertreten und die Situation zu verstehen. Wir haben einen großen Gott, der liebt und sich um uns kümmert und dem es große Freude bereitet, unsere Fragen zu beantworten und uns zu leiten. Bitte Ihn, dir zu zeigen, was tatsächlich los ist und wie du möglicherweise helfen kannst, und Er wird es tun.

„Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei bleiben. Aber am größten ist die Liebe.“ Mein größter Wunsch für jeden von uns wäre, dass wir alle inbrünstige Liebe zu anderen haben, dass wir andere so lieben können, wie Jesus uns geliebt hat. 5"Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid.“ – Liebt nicht nur für eine Stunde oder nur für einen Tag, sondern immer. 6

Lieber Gott, mögen wir eine Liebe haben, die nie aufhört, sich zu kümmern und zu sorgen, eine Liebe, die nie loslässt, eine Liebe, die auch in harten Zeiten beständig ist, Liebe, die andere mitreißt, die über den Tellerrand hinausschaut. Liebe, die erduldet, die trägt, die heilt. Liebe, die sich nicht erschöpft, die keine Grenzen kennt.

Lasst unseine Verpflichtung eingehen, täglich dafür zu beten, dass Jesus jeden von uns mit Seiner Liebe erfüllt, damit wir Seinen heilenden Balsam über alle, denen wir begegnen, ausgießen können und damit wir andere so behandeln können, wie wir wollen, dass sie uns behandeln. Lasst uns beten, dass Er uns Seinen Geist und Sein Herz gibt, die liebevoll, fürsorglich, mitfühlend, verständnisvoll, besorgt, freundlich und aufopfernd für das Wohlergehen der anderen sind.

Jesus sagte: „Der Menschensohn ist gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten. … Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch.“ 7Das kleine Schaf, das in den Dornensträuchern verloren geht, kann jeder deiner Brüder, Schwestern, Freunde, Bekannten, Mitarbeiter oder Nachbarn sein, der oder die sich in Entmutigung, Verwirrung, Verdammnis, Zweifel, Müdigkeit, Schmerz verstrickt haben könnte.

Kannst du den Auftrag Jesu annehmen, die Kranken zu heilen, die Aussätzigen zu waschen, die Toten wiederzuerwecken? Die Kranken in Körper und Geist durch deine liebevollen Worte heilen, Zweifel und Schuldgefühle durch deine verständnisvolle Liebe vertreiben, die „Toten“ wieder auferwecken, deren Hoffnung gestorben ist, indem du ihnen gegenüber Glauben und Vertrauen ausdrückst. Reinige die „Aussätzigen“, die sich unrein, unwürdig, nicht anerkannt oder unvollständig fühlen, durch deine bedingungslose Liebeund Annahme.

„Teilt eure Gaben genauso großzügig aus, wie ihr sie geschenkt bekommen habt!“ 8

Ursprünglich erschienen im September 1994. Angepasst und neu veröffentlicht im März 2019.

 


 

  1. 1.     1.Korinther 13,3.
  2. 2.     Matthäus 22,39; 1.Johannes 3,16.
  3. 3.     2.Korinther 5,14.
  4. 4.     1.Korinther 13,13.
  5. 5.     1.Petrus 4,8; Johannes 13,34.
  6. 6.     Johannes 13,35.
  7. 7.     Lukas 19,10; Johannes 20,21.
  8. Matthäus 10,8.

 

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