Gottes Buch der Natur

März 10, 2015

[God’s Book of Nature]

Zusammenstellung

Dabei wissen sie von Gott; Gott selbst hat ihnen diese Erkenntnis gegeben. Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben. – Römer 1:19-20 [1]

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Um Gott zu entdecken, liest manch einer Bücher. Allerdings gibt es ein fantastisches Buch: Allein schon das Auftreten etwas Erschaffenen. Schau über dich! Schau unter dich! Achte darauf. Lies es. Gott, den du entdecken möchtest, schrieb dieses Buch ohne Tinte. Stattdessen setzte Gott das vor deine Augen, was Er erschaffen hat. Kannst du nach einer lauteren Stimme fragen? Warum? Himmel und Erde rufen dir zu: „Gott hat mich geschaffen!“ – Sankt Augustin (354-430)

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Der offensichtlichste vorhandene Beweis für die Existenz eines göttlichen Schöpfers sind die Welt und das Universum um uns, die sichtbare, natürliche Schöpfung.

Der wohlbekannte amerikanischer Wissenschaftler Doktor Robert A. Millikan, war auch Gewinner des Nobelpreises für Physik. Eines Abends, beim Bankett zu seinen Ehren, trat ein junger Mann an ihn heran mit den Worten: „Dr. Millikan, wenn sie auch zweifelsohne ein brillanter Wissenschaftler sind, ein großer Physiker, so habe ich doch Gerüchte gehört, nach denen Sie dennoch am altmodischen Konzept eines Schöpfers festhalten, dass Sie tatsächlich an Gott glauben! Ist das wahr?“

Millikan hielt für einen Moment inne, zog dann eine feingearbeitete, goldene Taschenuhr aus seiner Weste und sagte: „Genauso, wie hinter dieser Uhr ein intelligenter Hersteller und Uhrenmacher stecken muss, muss hinter dieser komplizierten Präzision und Zeitsteuerung dieses immensen Universums ein großartiger Schöpfer stecken!“

In der Bibel, dem heiligen Buch dreier Glaubensrichtungen, steht, „Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen.“ [2] Anders gesagt, die Existenz eines unsichtbaren Schöpfers beweist sich oder wird offensichtlich durch die wundervolle Welt, die Er geschaffen hat, Seine Schöpfung, das, was wir sehen können. Die besten Referenzen des Schöpfers zeigen sich in dem, was Er so fantastisch geschaffen hat.

Das Meer, der Himmel, die Berge, die Täler, die Bäume, die Blumen, sie alle erzählen uns etwas. Wenn du den Himmel in einer klaren Nacht betrachtest und die Sterne erblickst, die Planeten und die Wunder des Kosmos, sie alle rufen dir zu „Es gibt einen Gott! Sieh die Wunder, die er geschaffen hat.“ In der Bibel steht:

„Der Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes und das Firmament bezeugt seine wunderbaren Werke.“ [3] Die ganze Schöpfung Gottes ist ein unaufhörlicher Beweis nicht nur Seiner Existenz, Seiner Gewalt und Majestät, sondern auch Seiner Liebe, Seines Interesses und Seiner Fürsorge für uns, dadurch, wie Er uns solch eine herrliche Welt zum Leben geschenkt hat. – Nach „Auf der Suche nach der Wahrheit“, von TFI

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Die sichtbare Welt gleicht einer Karte, die zum Himmel weist … Wir lernen, den Schöpfer zu erkennen, wenn wir über die Schönheit seiner Schöpfung nachsinnen. In dieser leuchten die Güte, die Weisheit und allmächtige Energie Gottes auf, und der menschliche Verstand … vermag die Hand des Künstlers in dem von Ihm erschaffenen wundervollen Werk zu entdecken. Die Vernunft vermag Gott durch das Buch der Natur zu erkennen. – Papst Johannes Paul II

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Ich habe festgestellt, wenn ich Gottes Schöpfung betrachte, verhält es sich fast so, als schaue ich in Sein Gesicht, wenn ich sehe, wie Er all das so wunderbar und herrlich uns zum Wohl und Segen in Seiner Liebe erschaffen hat. Genauso wie es in der Bibel steht, alles das beweist Seine Existenz. Dort steht von den Ungläubigen und denen die Ihn ablehnen, sie seien ohne Entschuldigung, weil das Sichtbare der Beweis für den unsichtbaren Gott ist. [4]

Diese Schriftstelle hat mir immer Mut gemacht, da sie zeigt, wie jemand Gott tatsächlich über Seine Schöpfung her kennenlernen kann, da Seine Schöpfung Seine Existenz beweist. Aus diesem Grund musste der Teufel sich die Evolution ausdenken, um damit den Glauben an Gott zu zerstören. Und da der größte Beweis der Existenz Gottes Seine Schöpfung ist, braute der Teufel über Darwin den raffinierten Plan zusammen, „Gott hat nicht die Welt erschaffen; sie hat sich selbst entwickelt.“ Das ist eine der teuflischsten je aufgestellten Doktrin, denn eigentlich fiel es den Menschen äußerst schwer, nicht an Gott zu glauben, wenn sie den Beweis Seiner Schöpfung in Betracht zogen. Doch als Darwin daherkam und es alles wegerklärte, „dass sie im Grunde nicht von Gott erschaffen worden ist“, gab er ihnen die Ausrede, die ihnen noch fehlte, um die Schöpfungs ablehnen zu können.

Für sie war es nur zu verständlich, wenn die angeblich großen Wissenschaftler der Welt es in ihren Textbüchern alles wegerklärten. Besonders, wenn sie keinen richtigen Glauben haben, nicht mit der Bibel aufwuchsen und Gottes Antworten nicht kennen. Für sie klingt es wie eine vernünftige Antwort, warum die Welt und das Universum existieren. „Es ist einfach passiert.“ Der Gedanke, die Schöpfung erschuf sich selbst, ist so verrückt wie es nur geht! – David Brand Berg

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Frag die Tiere, sie werden dich lehren. Frag die Vögel am Himmel, sie verraten es dir. Richte deine Gedanken auf die Erde, sie wird dich unterweisen. Auch die Fische im Meer werden es dir erzählen. Sie alle wissen, dass der Herr sie geschaffen hat. Denn das Leben eines jeden Geschöpfes und der Atem jedes Menschen liegen in seiner Hand. – Hiob 12:7-10 [5]

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Gott hat uns gnädigerweise mit zwei Informationsquellen versorgt, der Bibel und der Natur. Wie können wir tatsächlich das verbinden, was wir vom Studium der Bibel und der Natur lernen? Wie können wir tatsächlich Gott und einander lieben? Welche Prinzipien werden uns helfen, all diese Ziele zu erreichen? Natürlich, für das Wichtigste im Leben – über Gott zu erfahren und was Er von uns erwartet, wie wir leben und lieben sollten – ist die Bibel von größerer Bedeutung. Aber wir stehen hier nicht davor, uns für das eine oder andere entscheiden zu müssen. Unser Verstehen der ganzen Wirklichkeit (geistig und materiell) kann noch vollständiger und akkurater werden, wenn wir beide Informationsquellen zu Hilfe nehmen. Wie können wir Gottes Offenbarungen mit Weisheit einsetzen? Eine gute Gedankenmöglichkeit wird in Psalm 19 gezeigt, in dem Gottes zweifache Offenbarungen in der Natur („Der Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes“) und in der Heiligen Schrift („Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erfrischt die Seele. … Die Gebote des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz.“) eine persönliche Hingabe anregt. „Herr, lass dir die Worte meines Mundes und die Gedanken meines Herzens gefallen! Herr, mein Fels und mein Erlöser.“ – Craig Rusbult

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Die Schöpfung gleicht einem geräumigen, vorzüglichen Haus, bereitgestellt und mit den auserwähltesten und reichhaltigsten Möbeln eingerichtet. Alles in ihm erzählt uns von Gott. – John Calvin

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Die Natur ist Gottes Kunstwerk. – Thomas Browne, Religio Medici, 1635

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Das Buch der Natur ist ein aufgerollter, delikater und weiter Wandbehang, den wir nicht ganz auf einmal sehen können, sondern wir müssen uns damit begnügen, seine Schönheit und Symmetrie nach und nach zu entdecken, während er langsam aber sicher geöffnet oder zur Schau gestellt wird. – Robert Boyle (1627-1691)

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Mir mach es Spaß, von der Natur wie von einen ununterbrochenen Sender zu denken, durch den Gott zu jeder Stunde redet, wenn wir nur bereit sind hinzuhören. – Georg Washington Carver

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Gott schreibt das Evangelium nicht nur in der Bibel, sondern auf Bäume und Blumen und Wolken und Sterne. – Martin Luther

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Denn siehe, der Herr macht die Berge, schafft die Winde und offenbart den Menschen seine Gedanken. Er verwandelt die Morgenröte in Finsternis und schreitet auf den Höhen der Erde. Sein Name ist Herr, Gott, der Allmächtige! – Amos 4:13 [6]

 

C. S. Lewis beschreibt eine Kindheitsbegegnung mit einem Miniaturgarten, den sein Bruder in einer Blechdose angelegt hatte. Er beschreibt das Sehnsuchtsgefühl, das Erlebnis, das er, wenn auch flüchtige, Freude nannte, sei tief greifend und echt gewesen. Auch wenn er nicht wusste, wie er es nenen sollte, erwachte in Lewis allmählich das Bewusstsein für die Macht und die Rolle von Schönheit, ein Einfluss, den er mit großer Wirkung in seinen Büchern einfließen ließ.

Ähnlich verhielt es sich mit John Calvin, der die Welt daran erinnerte, dass Gott Seiner Schöpfung zwei Bücher überlassen hat, das Buch der Natur und das Wort Gottes. Für den Christen sind sie zwar keineswegs ebenbürtig in Autorität oder in der Macht ihrer Offenbarung, doch sei es ein ernsthaftes Fehlverhalten, sich auf das eine zu konzentrieren und das andere außer Acht zu lassen.

Heutzutage sind viele ernsthaft von der Natur beeindruckt. Sie lieben lange Spaziergänge, Besuche auf dem Land und inhalieren die Schönheit der Welt, in ihrer Umgebung. Sie machen die Natur zum Selbstzweck. Sie ergötzen sich an ihrer Pracht, aber sehen alles nur als willkürliches Ergebnis von Zufall und Notwendigkeit. Einige Christen hingegen, aus Nachlässigkeit, sind nicht viel anders. …

Die Verfasser der Psalmen, die Kelten und viele andere durch die Jahrhunderte hindurch, haben gelernt, Gottes Hand in der Natur zu sehen und durch sie Gottes Güte und Bestimmung hoch leben zu lassen. Nimm dir heute ein paar Minuten, die Vögel anzuschauen, denk über die Bäume nach, erfreu dich eines Spaziergangs und rieche den Duft der Blumen. Dabei könntest du vielleicht ebenfalls einen Schimmer von Gottes Ruhm erleben. – Stuart McAllister

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Der Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes und das Firmament bezeugt seine wunderbaren Werke. Ein Tag erzählt es dem anderen, und eine Nacht teilt es der anderen mit. Ohne Sprache und ohne Worte, lautlos ist ihre Stimme, doch ihre Botschaft breitet sich aus über die ganze Erde und ihre Worte über die ganze Welt. Die Sonne wohnt am Himmel, wo Gott sie hingestellt hat. – Psalm 19:1-4 [7]

Erschienen auf Anker im März 2015.


1. NL.

2. Römer 1:20.

3. Psalm 19:1.

4. Römer 1:20.

5. NL.

6. NL.

7. NL.

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