Unterweisung neuer Gläubiger

Juni 12, 2026

Schätze

[Discipling New Believers]

Vor seiner Himmelfahrt gab Jesus seinen Jüngern den Missionsbefehl:

„Darum geht und macht alle Völker zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit. – Matthäus 28,19–20

Als seine Jünger haben auch wir heute den Auftrag, die gute Nachricht der Erlösung durch den Glauben an Christus weiterzugeben und den Glauben neuer Gläubiger zu stärken.

Wenn Menschen Jesus annehmen und geistlich wiedergeboren werden (Johannes 3,5–7), ist dies der Beginn eines neuen Lebens und einer lebenslangen Reise, auf der sie in ihrer Beziehung zu Gott und ihrer Jüngerschaft wachsen.

Um zu reifen Christen heranzuwachsen, benötigen neue Gläubige sechs wichtige Dinge:

1. Gebet. Die meisten neuen Christen sind es nicht gewohnt, zu beten oder sind sich der Bedeutung des Gebets in ihrer Beziehung zu Gott nicht bewusst. Als die Jünger Jesus baten: „Herr, lehre uns beten“ (Lukas 11,1), antwortete Jesus nicht nur mit dem Vaterunser, sondern vor allem indem er ihnen das Beten vorlebte. Wir können neue Gläubige einladen, mit uns zu beten, und sie in ihrem Gebetsleben ermutigen. Wir müssen auch für Menschen beten, nachdem sie gerettet wurden, für ihr geistliches Wachstum und ihre Jüngerschaft, und dass sie sich nach der reinen Milch – dem Wort Gottes – verlangen, die sie benötigen, um im Glauben zu wachsen (1. Petrus 2,2).

2. Das Wort. Es ist wichtig, den Glauben neuer Gläubiger auf das Wort Gottes zu gründen. Der Glaube kommt vom Hören, und Hören durch das Wort Christi (Römer 10,17). Die Bibel ist ein umfangreiches Buch – ganz zu schweigen von all den Bibelkommentaren und der sonstigen christlichen Literatur, die es gibt. Neue Gläubige brauchen Anleitung beim Studium des Wortes Gottes, sowohl durch Ermutigung, es täglich zu lesen, als auch durch Bibelkreisstudien, in denen sie die Heilige Schrift besprechen und lernen können, wie sie diese in ihrem Leben anwenden können. Du kannst ihren Wunsch nach Gottes Wort wecken, indem du erzählst, wie dir das Lesen und Anwenden des Wortes geholfen hat.

3. Die Beziehung zu Gott. Wenn Menschen Jesus als ihren Herrn und Retter annehmen, empfangen sie sein Geschenk der Erlösung. Doch das ist erst der Anfang ihrer Nachfolge und des damit verbundenen Veränderungsprozesses. Sie müssen die Erlösung und ihre Bedeutung für ihr Leben vollständig verstehen und lernen, eine persönliche Beziehung zu Gott aufzubauen. Sie müssen die Gewissheit finden, dass Gott sie bedingungslos liebt, und lernen, Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und mit all ihrer Kraft zu lieben (Markus 12,30–31). Sie müssen auch lernen, sich in ihren Entscheidungen und ihrem Alltag von Gott und seinem Wort leiten zu lassen und ihm zu vertrauen. Sie müssen ihm ihre Wege, ihre Probleme und alles, was ihnen im Leben begegnet, anvertrauen, anstatt sich auf sich selbst zu verlassen (Sprüche 3,5–6). Nichts davon geschieht von selbst; das Wachstum in unserer Beziehung zu Gott braucht Zeit, und wir müssen Zeit mit ihm im Gebet und im Studium seines Wortes verbringen.

4. Christi Liebe. Neugetaufte Menschen müssen Gottes Liebe erfahren und die Gewissheit erlangen, dass er sie trotz ihrer Fehler, Schwächen und Sünden niemals aufhört zu lieben. Wir müssen ihnen ein lebendiges Beispiel seiner Liebe geben denn: „Euer Leben soll von Liebe geprägt sein, wie auch Christus uns geliebt hat, denn er hat sich selbst als Gabe und Opfer für unsere Sünden gegeben. Und Gott hatte Gefallen an diesem Opfer, das wie ein wohlriechender Duft zu ihm aufstieg.“ (Epheser 5,2). Neugetaufte Menschen brauchen möglicherweise immer wieder die Gewissheit von Gottes Liebe, während sie in Christus wachsen – als die „neue Kreatur“, zu denen er sie berufen hat, wo „das Alte vergangen ist, siehe, Neues ist geworden“ (2.Korinther 5,17). Johannes setzte den Maßstab für die Liebe, die wir den Neugetauften in ihrem Glaubenswachstum anvertrauen, als er sagte: „Wir haben die wahre Liebe daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat. Deshalb sollen auch wir unser Leben für unsere Brüder einsetzen.“ – 1.Johannes 3,16

5. Gemeinschaft. Neugetaufte Christen brauchen die Unterstützung anderer Christen – besonders von denen, die im Glauben gefestigt und reif sind. Sie brauchen auch Beispiele gelebter christlicher Liebe und Menschen, die sich dem Leben nach Gottes Wort verschrieben haben. Sie müssen erleben, wie Gott Gebete erhört und im Leben anderer wirkt. Dadurch verstehen und schätzen sie besser, wie er auch in ihrem Leben wirkt. „Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an. Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt!“ – Hebräer 10,24–25 Ob in einer Kleingruppe, einem Hauskreis, einer Gemeinde oder bei anderen Zusammenkünften – Gemeinschaft ist ein wesentlicher Bestandteil unseres christlichen Lebens.

6. Die Gute Nachricht verkünden. Neubekehrte Menschen brauchen Ermutigung und Anleitung, um ihren Glauben mit anderen zu teilen. Jeder Christ ist berufen, Zeuge und Botschafter Christi zu sein und die Gute Nachricht des Evangeliums weiterzugeben, damit andere die Möglichkeit haben, die Wahrheit zu hören und zu Christus zu kommen. Dies ist die wichtigste Aufgabe der Welt. „So sind wir Botschafter von Christus, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so, als würde Christus es persönlich tun: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“ – 2.Korinther 5,20

Es ist wichtig, dass neue Gläubige verstehen, dass das Wort Gottes das Fundament unseres Glaubens ist – der christliche Glaube gründet sich auf Gottes Wort, das die Wahrheit und Augenzeugenberichte über das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi überliefert. Wir können scheitern, andere können scheitern, aber Gottes Wort wird niemals versagen. Jesus sagte: „Himmel und Erde werden vergehen, doch meine Worte bleiben ewig.“ – Matthäus 24,35

Es ist unerlässlich, Neugetauften zu helfen, ihr Vertrauen auf Gott und sein Wort zu setzen, nicht auf ihre Gefühle oder Umstände. Gottes Geschenk der Erlösung durch den Glauben an Jesus zu empfangen, bedeutet nicht, dass sie in diesem Leben keine Probleme, Herausforderungen, Tragödien und Verluste erleben werden. Ihr Glaube wird auf die Probe gestellt, was ihnen helfen wird, geistlich zu wachsen und Gott näherzukommen. Wenn ihr Haus auf dem Felsen seines Wortes gebaut ist, wird es den Stürmen des Lebens standhalten (Matthäus 7,24–25

Andere lehren, andere zu lehren

In einem persönlichen Brief an Timotheus, einem aufstrebenden jungen Leiter der frühen Kirche, teilte der Apostel Paulus einen der Schlüssel zum raschen Wachstum der neuen Bewegung mit: „Was du von mir gehört hast, das sollst du auch weitergeben an Menschen, die vertrauenswürdig und fähig sind, andere zu lehren.“ – 2.Timotheus 2,2 Dies war das Prinzip, das Jesus selbst bei der Ausbildung seiner Jünger anwandte.

Wenn genügend Menschen, die zum Glauben an Christus gefunden haben, die Herausforderung annehmen, die frohe Botschaft mit anderen zu teilen, und wenn diese wiederum dasselbe tun, werden mehr Menschen auf der Welt die Möglichkeit haben, Gottes Liebe und Erlösung in Jesus zu finden. Wir sind nicht alle zum vollzeitlichen christlichen Dienst berufen, aber wir sind alle dazu beauftragt, unsere Nächsten wie uns selbst zu lieben (Matthäus 22,39). Dazu gehört auch, unseren Glauben mit ihnen zu teilen, damit sie die Möglichkeit haben, zum Glauben an Jesus zu finden.

Genau wie bei der Führung von Menschen zu Christus ist es auch bei der Unterstützung anderer in ihrem geistlichen Wachstum nicht etwas, das wir aus eigener Kraft tun können – es ist das Werk des Heiligen Geistes, Leben zu verändern und zu verwandeln, während die Menschen in ihrem Glauben und auf ihrem Weg als Jünger wachsen. „Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ – Römer 12,2 Sein Wort und Sein Geist werden das Werk der Verwandlung der Herzen und Leben der Menschen vollbringen, während wir unseren Teil dazu beitragen, indem wir für sie beten, sie auf den Herrn und die Bibel hinweisen und danach streben, ein lebendiges Beispiel für Christus und Seine Liebe zu sein.

Als Jesus den Missionsauftrag verkündete, rief er seine Jünger nicht nur dazu auf, „in die ganze Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden“ (Markus 16,15), sondern beauftragte sie auch, Jünger zu machen. „Darum geht und macht alle Völker zu Jüngern. … und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.“ – Matthäus 28,19–20 Möge jeder von uns treu sein und seinen Beitrag dazu leisten, neue Gläubige in ihrer Nachfolge zu fördern.

Als aktive Christen und Zeugen des Herrn sollen wir „mit aller Freimütigkeit das Reich Gottes verkünden und über den Herrn Jesus Christus zu lehren“ (Apostelgeschichte 28,31). Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssen wir nicht nur Zeugnis ablegen und Menschen zum Glauben an Christus führen, sondern auch dazu beitragen, dass andere in ihrer Nachfolge wachsen und zu reifen Jüngern werden, die wiederum andere erreichen und lehren können.

Jesus erreichte selbst nicht Millionen von Menschen. Er verbrachte den größten Teil seiner Zeit damit, seine Jünger zu lehren und auszubilden, damit sie nach seinem Tod sein Werk fortführen konnten. Zum Zeitpunkt seiner Himmelfahrt waren sie in der Lage, mit der Kraft und Inspiration des Heiligen Geistes weiterzumachen – und die Urkirche entstand. So wird das Prinzip, dass jeder einen anderen lehrt, zur Vermehrung der Bürger für das Reich Gottes führen, die den Herrn lieben und verherrlichen und an seinem Aufbauprojekt teilhaben werden.

Jeder Christ ist dazu berufen, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen, sein Leben hinzugeben, sein Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen (Matthäus 16,24). Wir sind dazu berufen, das Licht der Welt zu sein und in den guten Werken zu wandeln, die Gott zuvor für uns bereitet hat (Epheser 2,10), damit unser Leben und unser Handeln ein lebendiges Zeugnis für die Welt sind. „Ihr seid das Licht der Welt – wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können. Niemand versteckt ein Licht unter einem umgestülpten Gefäß. Er stellt es vielmehr auf einen Lampenständer und lässt es für alle leuchten. Genauso lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen.“ – Matthäus 5,14–16

Der Ruf zur Nachfolge ist kein leichter, und unser Wachstum zur Christusähnlichkeit ist ein lebenslanges Unterfangen. Doch was auch immer wir für Gottes Reich geben und in die Verkündigung der frohen Botschaft sowie darin investieren, ein lebendiges Abbild von Gottes Liebe zu sein – Er hat versprochen, dass es belohnt wird. „Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude, als würdet ihr Gott dienen und nicht Menschen. Vergesst nicht, dass der Herr euch mit dem himmlischen Erbe belohnen wird. Dient dem Herrn Jesus Christus!“ – Kolosser 3,23–24

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