April 1, 2026
[We All Need Forgiveness]
Das Wort „vergeben“ bedeutet, reinen Tisch zu machen, zu begnadigen, eine Schuld zu tilgen. … Die Bibel lehrt uns, dass wir alle Gottes Vergebung brauchen. Wir alle haben gesündigt. Prediger 7,20 verkündet: „Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der sich in allen Lebenslagen richtig verhält und niemals irgendetwas Schlechtes tut –nie sündigt.“ …
Gott sei Dank ist er liebevoll und barmherzig – und möchte uns unsere Sünden vergeben! In 2. Petrus 3,9 heißt es: „Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren.“ Gott möchte uns vergeben, deshalb hat er uns die Vergebung auch ermöglicht.
2. Korinther 5,21 lehrt uns: „Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.“ Jesus starb am Kreuz und nahm die Strafe auf sich, die wir verdient hätten! … 1.Johannes 2,2 verkündet: „Er ist das Opfer für unsere Sünden. Er tilgt nicht nur unsere Schuld, sondern die der ganzen Welt.“ Jesus ist von den Toten auferstanden und hat damit seinen Sieg über Sünde und Tod verkündet ( 1.Korinther 15,1–28). Gott sei Dank, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi ist die zweite Hälfte von Römer 6,23 wahr: „das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.“ – GotQuestions.org 1
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Gott ist nicht nachtragend. Er will sich niemals an uns rächen. Jesus hat alles auf sich genommen, was wir verbockt haben.
Gott hatte das schon lange vor deiner Geburt geplant. In Epheser 1,4 heißt es: „Aus Liebe hat Gott uns schon vor Erschaffung der Welt in Christus dazu bestimmt, vor ihm heilig zu sein und befreit von Schuld.“
Gott hatte einen Plan gegen die Schuld in unserem Leben, bevor wir noch unseren ersten Atemzug machten.
Weil Gott uns vergeben hat, erwartet er von uns, dass wir anderen vergeben. Die Bibel sagt: „Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst“ (Kolosser 3,13)..
Warum Vergebung so wichtig ist: Weil Gott uns vergeben hat. Wir werden niemals jemandem mehr vergeben müssen, als Gott uns bereits vergeben hat. Wenn wir zu Christus kommen, sind all unsere Sünden vergeben. Gott führt keine Aufzeichnungen unserer Sünden im Himmel, wenn wir Christus in unser Leben aufgenommen haben. Da Gott uns diese Vergebung anbietet, sollten wir sie auch an andere freigiebig weiterreichen.
Denn Groll macht uns unglücklich. Unversöhnlichkeit schadet nicht nur dem anderen, sondern auch uns selbst. Tatsächlich schadet sie uns sogar noch mehr.
Denn wir werden in Zukunft mehr Vergebung brauchen. Wir werden Fehler machen. Wir werden sündigen. Wir werden scheitern. Wir werden fallen. Wir werden später die Vergebung Gottes und anderer benötigen. Doch Jesus lehrte: „Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben“ (Matthäus 6,15). – Rick Warren 3
Mein Anwalt – Eine Geschichte
Ich hatte ein „anständiges“ Leben hier auf Erden geführt, und nun war meine Zeit hier auf Erden um. Das nächste, an das ich mich erinnere ist, dass ich auf einer Bank im Wartezimmer eines Gerichtsgebäudes saß. Die Türen öffneten sich, und ich wurde aufgefordert, hereinzukommen und am Verteidigungstisch Platz zu nehmen.
Als ich mich umsah, erblickte ich den Staatsanwalt. Er war ein bösartig aussehender Mann, der mich finster anstarrte. Er war mit Sicherheit der übelste Mensch, dem ich je begegnet war. Ich setzte mich und blickte nach links. Dort saß mein Anwalt, ein freundlicher, sanftmütig wirkender Mann, dessen Erscheinung mir seltsam vertraut vorkam.
Die Seitentür flog auf, und der Richter erschien. Er war eine imposante Erscheinung, in seinem wallenden Gewand, als er durch den Raum schritt. Ich konnte den Blick nicht von ihm abwenden. Als er hinter dem Richtertisch Platz nahm, sagte er: „Lasst uns beginnen.“
Der Staatsanwalt erhob sich und sagte: „euer Ehren, mein Name ist Satan, und ich bin hier, um zu beweisen, warum dieser Mann in die Hölle gehört.“ Er fuhr fort, von Lügereien zu berichten, die ich erzählte, von Dingen, die ich gestohlen und von Betrugsfällen, die ich begangen hatte. Je mehr er sprach, desto tiefer sank ich in meinen Stuhl.
Ich schämte mich so sehr, dass ich niemanden ansehen konnte, nicht einmal meinen Anwalt, als der Teufel Sünden aufzählte, die selbst ich völlig vergessen hatte. Doch so wütend ich auf Satan war, weil er all das über mich ausplauderte, so wütend war ich auch auf meinen Anwalt, der nur schweigend dasaß und keinerlei Verteidigung vorbrachte.
Ich wusste, dass ich mich dieser Dinge schuldig gemacht hatte, aber ich hatte auch Gutes getan. Könnte das nicht wenigstens einen Teil des angerichteten Schadens kompensieren? Satan schloss wütend: „Dieser Mann gehört definitiv in die Hölle . Er ist all dessen schuldig, was ich ihm vorgeworfen habe, und niemand kann das Gegenteil beweisen.“
Als mein Anwalt an der Reihe war, fragte er zuerst, ob er an den Richtertisch treten dürfe. Der Richter erlaubte es trotz des heftigen Widerstands von Satan und winkte ihn herbei. Als mein Anwalt aufstand und losging, sah ich ihn zum ersten Mal in seiner vollen Pracht und Majestät. Mir wurde klar, warum er mir so vertraut vorkam. Das war Jesus, der mich vertrat – mein Herr und Erlöser!
Er blieb am Richtertisch stehen und sagte leise zum Richter: „Hallo, Vater.“ Dann wandte er sich an das Gericht: „Satan hat damit Recht, als er sagte, dieser Mann habe gesündigt. Ich werde keine dieser Anschuldigungen leugnen. Und ja, die Strafe für die Sünde ist die Hölle, und dieser Mann verdient es, bestraft zu werden.“
Jesus holte tief Luft, wandte sich mit ausgestreckten Armen an seinen Vater und verkündete: „Ich aber bin am Kreuz gestorben als Sühne für die Sünden dieses Menschen, damit er ewiges Leben habe. Er hat mich als seinen Retter angenommen. Er gehört mir.“
Mein Herr fuhr fort: „Sein Name ist im Buch des Lebens geschrieben, und niemand kann ihn mir rauben. Satan versteht es immer noch nicht. Diesem Mann sollte nicht Gerechtigkeit zuteil werden, sondern Barmherzigkeit.“
Als Jesus sich setzte, hielt er einen Moment inne, blickte seinen Vater an und sagte: „Es muss nichts mehr beigetragen werden. Ich habe für alles bezahlt.“
Der Richter hob seine mächtige Hand und schlug mit dem Hammer auf den Tisch. Folgende Worte hallten durch den Saal: „Dieser Mann ist frei. Seine Strafe ist bereits vollständig verbüßt. Fall eingestellt.“
Als Jesus mir Anweisungen gab, wie es weitergehen sollte, fragte ich: „Hast du jemals einen Fall verloren?“
Christus lächelte liebevoll und sagte: „Jeder, der zu mir gekommen ist und mich gebeten hat, ihn zu vertreten, hat dasselbe Urteil erhalten wie du: ‚Die Strafe ist vollständig beglichen.‘“ – Autor unbekannt 4
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Von Anfang an hatte Gott beschlossen, jeden, der zu ihm käme, seinem Sohn ähnlich zu machen. Sein Sohn wäre somit der Erstgeborene mit vielen Gleichgesinnten.
Als wir also durch die Annahme Jesu als unseren Retter zu ihm kamen, erklärte uns der Vater für „nicht schuldig“, erfüllte uns mit der Güte Christi und verhieß uns Herrlichkeit wie die unseres Retters.
Was sollen wir zu solch wunderbaren Dingen noch sagen? Wenn Gott auf unserer Seite ist, wer kann uns dann etwas anhaben? Gott hat sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben. Wird er uns dann nicht auch alles andere schenken? – Römer 8,29–32 (sinngemäß wiedergegeben)
Veröffentlicht auf Anchor im März 2026.
“Got Forgiveness?” GotQuestions.org, January 4, 2022, https://www.gotquestions.org/got-forgiveness.html
2 Rick Warren, “Four Ways to Love Others Like Jesus,” Pastors.com, https://blog.pastors.com/articles/four-ways-to-love-others-like-jesus/
3 Rick Warren, “How Jesus Gives Us Freedom,” Pastors.com, https://blog.pastors.com/articles/how-jesus-gives-us-freedom/
4 “Jesus, Our Advocate,” God’s Other Ways (blog), https://www.godsotherways.com/stories/2020/3/25/do-the-next-thing-4baw5-8faz4-8858t-9sdzk-94pzd
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