Wir brauchen einander

Februar 13, 2026

Eine Zusammenstellung

[We Need Each Other]

Gepriesen sei Gott, der Vater von Jesus Christus, unserem Herrn. Er ist der Ursprung (Vater) aller Barmherzigkeit und der Gott, der uns tröstet. In allen Schwierigkeiten tröstet er uns, damit wir andere trösten können. Wenn andere Menschen in Schwierigkeiten geraten, können wir ihnen den gleichen Trost spenden, wie Gott ihn uns geschenkt hat.– 2. Korinther 1,3–4

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Die schlimmste Art von Einsamkeit ist für mich, von Menschen umgeben zu sein und mich dennoch völlig allein zu fühlen. ... Die Welt dreht sich, Menschen kommen zusammen, Musik erklingt und ich bin mittendrin – äußerlich lächelnd, doch innerlich weinend. …

Nie zuvor habe ich dieses Gefühl besser verstanden als in schwierigen Phasen meines Lebens, in denen ich nicht wusste, an wen ich mich um Hilfe wenden sollte. Da ich nicht sicher war, was ich sagen sollte und mit wem ich vertrauensvoll sprechen konnte, ging ich einfach durch meine Tage und tat so, als wäre ich mit anderen in Kontakt ... fühlte mich aber zutiefst isoliert.

Ich bin erstaunt über die Anzahl der Menschen, denen es genauso geht. Sie haben mir persönlich oder über soziale Medien Nachrichten geschickt, in denen sie zugeben, wie einsam sie sich fühlen, oft aufgrund von Verletzungen, über die sie nicht sprechen oder die sie nicht verarbeiten konnten.

Wir können so sehr von unserem Schmerz eingenommen sein und so überzeugt davon, dass es nie besser werden wird, dass wir eines der größten Geschenke Gottes übersehen: Gott hat uns geschaffen, um in einer Gemeinschaft von Gläubigen zu leben, in der wir uns auf den Glauben anderer stützen können, wenn unser eigener ins Wanken gerät. Das sind Menschen, die uns helfen können, inmitten unseres Schmerzes Hoffnung zu sehen. Freunde, die mehr für uns beten, als dass sie mit uns sprechen. Mitstreiter, die ihre Zeugnisse von gebrochenen Herzen, die geheilt wurden, mit uns teilen können, damit wir nicht von den Schmerzen unserer ähnlichen Umstände verschlungen werden.

Wir brauchen einander.

Gott hat uns dazu geschaffen, einander zu helfen. … Durch die ganze Bibel hindurch wird unsere gegenseitige Abhängigkeit deutlich zum Ausdruck gebracht.

 Zwei sind besser dran als einer allein: Zusammen erhalten sie mehr Lohn für ihre Mühe. Wenn sie fallen, hilft der eine dem anderen auf. Doch weh dem Einzelnen, der fällt, und keiner da ist, der ihn aufrichten kann! – Prediger 4,9–10

„Deshalb sollt ihr einander Mut machen und einer den anderen stärken, wie ihr es auch schon tut. – 1.Thessalonicher 5,11

Mit wem solltest du deine Tränen teilen? Wer muss wissen, dass er/sie nicht allein ist?

Ich weiß, wie schwer es ist, über seine tiefsten Enttäuschungen zu sprechen. Ich verstehe, wie beängstigend Verletzlichkeit sein kann. Aber ich weiß auch, dass es da draußen jemanden gibt, der in seinen eigenen Tränen ertrinken würde, sähe er deine nicht. Und wenn du auch nur einem anderen Menschen zeigst, dass er nicht allein ist, machst du die Welt zu einem besseren Ort.

Himmlischer Vater, ich bin so dankbar, dass du keine meiner Tränen vergeudest. Ich möchte die Lektionen, die ich in meiner Gebrochenheit lerne, nutzen, um anderen zu helfen, sich weniger allein, weniger gebrochen und weniger hoffnungslos zu fühlen. Im Namen Jesu. Amen. – Lysa TerKeurst 1

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„Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mensch einen anderen (Sprüche 27,17). Wir sollen einander schärfen – in Zeiten der Begegnung, der Gemeinschaft oder jeder anderen Interaktion.

Das Sprichwort weist auf die Notwendigkeit einer ständigen Gemeinschaft untereinander hin. Der Mensch wurde nicht geschaffen, um allein zu sein, denn hat nicht Gott, der Herr, dies schon vor dem Sündenfall gesagt (1.Mose 2,18)? Wie viel mehr müssen wir dann nach dem Sündenfall mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus zusammenkommen, um Gemeinschaft zu haben und zu beten? ...

Der Herr selbst hat versprochen: „Denn wo zwei oder drei zusammenkommen, in meinem Namen, bin ich mitten unter ihnen (Matthäus 18,20). … Das gegenseitige Schärfen von Eisen bietet die Möglichkeit, das Gesetz Christi zu erfüllen. … Dies ist dasselbe „königliche Gesetz”, das in Jakobus 2,8 erwähnt wird, wo wir ermahnt werden, einander zu lieben. ... Lasst uns daher ermutigt sein, mehr Zeit miteinander zu verbringen, einander zu ermahnen, zu ermutigen, zu beten, und dazu anzuhalten, Gottes Wort zu verkünden, über Gottes Wort und die Bedürfnisse unserer örtlichen Gemeinde zu beten, damit wir in dem Dienst, den der Herr jedem von uns übertragen hat, schärfer werden. – GotQuestions.org2

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„Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an. Und lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! – Hebräer 10,24–25

Dank all der heutigen Technologie, über die wir heute verfügen, sind wir besser und näher verbunden bzw. vernetzt als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Gleichzeitig sind wir jedoch auch entfremdeter voneinander als jemals zuvor. Ich habe kürzlich gelesen, dass die Generation der Millennials andere Menschen lieber texten, als persönlich mit ihnen zu sprechen. Manchmal reden wir also gar nicht mehr miteinander.

Jemand hat einmal gesagt: „Zusammenkommen ist ein Anfang, zusammenbleiben ist Fortschritt, gemeinsam denken ist Einheit, zusammenarbeiten ist Erfolg.“

Gott hat jedem Christen Gaben des Heiligen Geistes gegeben. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um Talente, also natürliche Fähigkeiten, mit denen wir geboren wurden. Sondern es sind Gaben, die uns von Gott auf übernatürliche Weise gegeben wurden – geistliche Gaben.

Darüber spricht Römer 12,6–8: „Gott ist gnädig und hat uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat Gott dir zum Beispiel die Gabe der Prophetie gegeben, dann wende sie an, wenn du überzeugt bist, dass Gott durch dich redet. Besteht deine Begabung darin, anderen zu dienen, dann diene ihnen gut. Bist du zum Lehren berufen, dann sei ein guter Lehrer. Wenn du die Gabe hast, andere zu ermahnen, dann mach es auch! Wer Geld hat, soll es aus freien Stücken und ehrlich mit anderen teilen. Hat Gott dir die Fähigkeit verliehen, andere zu leiten, dann nimm diese Verantwortung ernst. Und wenn du die Begabung hast, dich um andere, die es nötig haben, zu kümmern, sollst du es mit fröhlichem Herzen tun.“

Wir Gläubigen müssen unsere Handys beiseite legen und miteinander reden, gemeinsam beten und zusammenarbeiten, denn wir alle sind Teil des Leibes Christi. Wir alle sind Teil der Kirche der Gemeinde. Wir alle sind Teil der Familie Gottes. Wir müssen unseren Platz im Leib Christi finden und die Aufgaben erfüllen, zu denen Gott uns berufen hat. – Greg Laurie3

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In unserem Leben für den Herrn und in unserem Dienst für Ihn haben wir gelernt, dass Er möchte, dass wir uns selbstlos einbringen. Wahre Fürsorge für andere erfordert jedoch Zeit und Mühe, Gebet und anhaltendes Interesse. Zeit ist kostbar, und wenn wir unsere Bereitschaft zeigen, uns Zeit zu nehmen, um einem anderen Menschen zu helfen, kann dies eine tiefgreifende Wirkung haben – ganz gleich, ob du deine Zeit in Gebete investierst, darüber nachdenkst, welche Art von Anerkennung du jemandem entgegenbringen kannst, oder was du tun kannst, um einem anderen Menschen auf praktische Weise zu helfen, die er braucht und schätzt. Was auch immer der Herr dir zu tun zeigt, es wird nicht unbemerkt bleiben. Selbst kleine Gesten der Freundlichkeit können einen großen Einfluss auf das Leben eines Menschen haben. – Maria Fontaine

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Ein Arbeiter war in einer Tiefkühl-Fischfabrik beschäftigt. Eines Tages, während er seiner Arbeit nachging, schloss er versehentlich die Kühlraumtür hinter sich. Er begann zu klopfen und um Hilfe zu rufen, aber es war schon Feierabends Zeit und niemand war mehr in der Fabrik, der ihn hätte hören können. Als ihm dies bewusst wurde, begriff er, dass er erfrieren würde.

Doch schon bald öffnete der Wachmann der Fabrik die Kühlraumtür und rettete ihn vor einem schrecklichen und sicheren Tod.

Der Fabrikleiter fragte den Wachmann:

„Wie konnten sie wissen, dass der Arbeiter noch im Werk war und nicht gegangen war?“

Der Wachmann antwortete:

„Keiner der Arbeiter grüßt mich jemals, außer ihm. Er lächelt mich immer an und fragt, wie es mir geht. An diesem Tag, zur Schließzeit, habe ich ihn weder gesehen noch gehört. Ich wusste – ich war mir sicher – dass er noch in der Fabrik sein muss, also suchte ich nach ihm, bis ich ihn fand.“

Die freundlichen Worte des Arbeiters retteten ihm letztendlich das Leben. Freundlichkeit hinterlässt Spuren in den Köpfen und Herzen der Menschen, lässt sogar Eis schmelzen, öffnet eiserne Türen und kann Leben retten. – Autor unbekannt

 

 Lysa TerKeurst, “Your Tears Aren’t Wasted … Especially When They’re Shared With Others,” Proverbs 31, December 26, 2024, https://proverbs31.org/read/devotions/full-post/2024/12/26/your-tears-arent-wasted-especially-when-theyre-shared-with-others

2 “What does it mean that iron sharpens iron?” GotQuestions.org, https://www.gotquestions.org/iron-sharpens-iron.html

3 Greg Laurie, “Why Christians Need Each Other,” Harvest.org, April 26, 2019, https://harvest.org/resources/devotion/why-christians-need-each-other/

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