Januar 2, 2026
[He’s Always There]
Ein wunderschönes Gedicht von Annie Johnson Flint aus dem Jahr 1919 mit dem Titel „What God Hath Promised“ (Was Gott versprochen hat) gibt mir immer großen Trost und Inspiration. Bevor ich das Gedicht vorlese, möchte ich kurz auf ihr Leben eingehen.
Schon früh in Annies Leben begann sich Arthritis bemerkbar zu machen. Sie suchte mehrere Ärzte auf, aber ihr Zustand verschlechterte sich stetig, bis es ihr schließlich schwerfiel, überhaupt noch zu gehen. Sie musste ihre Arbeit als Lehrerin aufgeben.
Stell dir vor, wie hoffnungslos Annies Lage war, als sie später schließlich das Urteil der Ärzte des Clifton Springs Sanitarium erhielt, dass sie fortan eine hilflose Invalide sein würde.
Obwohl sie verkrüppelt war, sah sie sich nicht als hilflos an und glaubte nicht, dass sie nichts anderes tun könne, als ihr Schicksal zu beklagen. Sie glaubte, dass Gott sie aus einem bestimmten Grund auserwählt hatte, auch wenn ihr dieser Grund manchmal unklar war. Sie glaubte auch, dass Er eine Aufgabe für sie hatte, und sie gab ihr Bestes beim Schreiben ihrer Gedichte, um Ihm diesen Dienst zu erweisen.
Das Ergebnis ist, dass ihre Verse eine ungewöhnlich tiefe Wirkung auf die Herzen der Menschen haben. Aus der Tiefe des Leidens heraus war sie in der Lage, anderen den Trost zu spenden, mit dem sie selbst von Gott getröstet worden war.
Mehr als 40 Jahre lang gab es kaum einen Tag, an dem sie keine Schmerzen hatte. 37 Jahre lang wurde sie immer hilfloser. Ihre Gelenke waren steif geworden, doch sie konnte ihren Kopf drehen und unter großen Schmerzen ein paar Zeilen auf Papier schreiben.
Niemand außer Gott und ihr wusste, welche Leiden sie ertrug, als sich die Krankheit im Laufe der Jahre verschlimmerte und neue Komplikationen auftraten. Doch trotz alledem wankte ihr Glaube an die Güte und Barmherzigkeit Gottes nie. Zweifellos gab es viele Momente, in denen ihre Seele von dem Rätsel all dessen und der Frage, warum sie zu solch einem Leiden berufen war, belastet war. In dieser Hinsicht war sie ein Mensch wie wir alle, aber das Wunderbare ist, dass ihr Glaube nie ins Wanken geriet und sie jederzeit sagen konnte: „Dein Wille geschehe.“ – Rowland V. Bingham1
Was Gott versprochen hat
Gott hat uns nicht versprochen, dass der Himmel immer blau sein wird,
dass unsere Lebenswege immer blumenübersät sein werden.
Gott hat uns nicht versprochen, dass es Sonne ohne Regen,
Freude ohne Kummer und Frieden ohne Schmerz gibt.
Gott hat uns nicht versprochen, dass wir keine
Mühsal, Versuchung, Kummer, Leid und Elend erfahren müssen.
Er hat uns nicht gesagt, dass wir nicht
viele Lasten und Sorgen tragen müssen.
Gott hat uns nicht versprochen, Straßen eben und weit,
schnell und bequem reisen können ohne einen Führer zu brauchen.
Niemals einen Berg felsigen und steilen
und nie einen Fluss trüb und tief.
Aber Gott hat uns Kraft für den Tag versprochen,
Ruhe für die Mühen, Licht für den Weg,
Gnade für die Prüfungen, Hilfe von oben,
unerschütterliches Mitgefühl und unsterbliche Liebe.
Wir wissen, dass Gott versprochen hat, uns zu beschützen, und dass ihm nichts zu schwer ist.
Jesus nimmt uns nicht unbedingt alle Sorgen ab. Vielmehr sieht er in seiner Liebe immer die Schönheit, die aus der Asche entsteht, die Weisheit, die aus dem Versagen hervorscheint, die Stärke, die aus der Schwäche gewonnen wird, und die Freude, die die Sorgen der Nacht am Morgen bringen.
Er begleitet uns durch unsere Schwierigkeiten und Kämpfe und hilft uns, das Gute zu erlangen, das seine Kraft und Liebe selbst aus den schlimmsten Nöten und Leiden hervorbringen können. Er sagte: „Menschlich gesehen ist es unmöglich, aber nicht für Gott. Bei Gott ist alles möglich“ (Markus 10,27).
Seine Versprechen werden in schweren Zeiten wahr. In Zeiten des Kampfes, des Leidens oder der Trauer werden seine Versprechen noch deutlicher zur Grundlage unserer Gebete.
Was mir in der Bibel immer wieder auffällt, ist die Bedeutung des Dankens und Lobpreises. Jesus kann seinen Kindern aus jeder Situation das Beste hervorbringen. Lob ist die Stimme des Glaubens, und wenn wir unseren Glauben durch Lob und Dank ausdrücken, drücken wir unser Vertrauen in ihn aus, dass wir die Antwort auf unsere Gebete erhalten, wie er es für das Beste hält.
Ich möchte einige der Bibelverse über Gottes Macht in Zeiten der Not mit dir teilen, die mein Mann Peter und ich in unseren Gebetszeiten oft beanspruchen.
* * *
Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren. – Philipper 4,6–7
Bring deine Sorgen vor den HERRN, er wird dir helfen. Er wird nicht zulassen, dass der Gottesfürchtige stürzt und fällt. – Psalm 55,23
„‚Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe‘, spricht der HERR. ‚Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.‘“ – Jeremia 29,11
„Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“ – Hebräer 13:5
„Noch bevor sie rufen, werde ich ihnen antworten. Während sie mir noch ihre Bitten vortragen, will ich sie schon erhören!“ – Jesaja 65,24
Du bewahrst den in vollkommenen Frieden, dessen Gedanken auf dich gerichtet sind, denn er vertraut auf dich. – Jesaja 26,3 KJV
„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott: Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ – Jesaja 41,10
Der Geist, der in euch lebt, ist größer als der Geist, der die Welt regiert. – 1. Johannes 4,4
Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans[9], nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist. – Römer 8,38–39
Und wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Und wenn wir wissen, dass er unsere Bitten hört, dann können wir auch sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten. – 1. Johannes 5,14–15
Lasst uns deshalb zuversichtlich vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns helfen wird, wenn wir sie brauchen. – Hebräer 4,16
Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft! – 1. Petrus 5,7
„Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ – Josua 1,9
„Auch wenn Berge weichen und Hügel beben, soll meine Gnade nicht von dir gehen; und der Bund meines Friedens soll niemals wanken“, spricht der HERR, der Erbarmen mit dir hat. – Jesaja 54,10
Die dein Gesetz lieben, haben großen Frieden, sie werden nicht zu Fall kommen. – Psalm 119,165
„Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren!“ – Jesaja 43,2
O HERR, mein Gott! Durch deine große Macht und auf deinen Befehl hin wurden Himmel und Erde geschaffen. Dir ist nichts unmöglich! – Jeremia 32,17
„Ich bin der HERR, der Gott aller Völker der Welt. Sollte mir irgendetwas unmöglich sein?“ – Jeremia 32,27
Denn bei Gott ist nichts unmöglich. – Lukas 1,37
Jesus sah sie aufmerksam an und sagte: „Menschlich gesehen ist es unmöglich, aber nicht für Gott. Bei Gott ist alles möglich.“ – Markus 10,27
Denn alles ist mir möglich durch den, der mich mit Kraft erfüllt. – Philipper 4,13
Mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. – Philipper 4,19
Gott ist kein Mensch, der lügt. Er ist nicht von menschlicher Art, sodass er etwas bereut. Hat er je etwas gesagt und nicht getan? Hat er je etwas versprochen und es nicht wahr gemacht? – Numeri 23,19
Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt. – Römer 8:28
„Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“ – Johannes 16,33
„Bis jetzt habt ihr das nicht getan. Bittet in meinem Namen, und ihr werdet empfangen, dann wird eure Freude vollkommen sein.“ – Johannes 16,24
Aber trotz all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch Christus, der uns geliebt hat. – Römer 8,37
Was ihr jetzt braucht, ist Geduld, damit ihr weiterhin nach Gottes Willen handelt. Dann werdet ihr alles empfangen, was er versprochen hat. – Hebräer 10,36
Der HERR selbst wird für euch kämpfen. Bleibt ganz ruhig! – Exodus 14,14
Aber der Herr ist treu; er wird euch stärken und euch vor dem Bösen[1] bewahren. – 2. Thessalonicher 3,3
Der Herr des Friedens selbst gebe euch jeden Tag seinen Frieden, was immer auch geschieht! Der Herr sei mit euch allen! – 2. Thessalonicher 3,16
„Hab keine Angst!“, sagte Elisa. „Denn es sind mehr auf unserer Seite als auf ihrer.“ Und er betete: „HERR, öffne ihm die Augen und lass ihn sehen.“ Da öffnete der HERR dem Diener die Augen, und als er aufblickte, sah er, dass das Bergland um Elisa herum voll feuriger Pferde und Streitwagen war. – 2. Könige 6,16-17
„Vater, wenn du willst, dann lass diesen Kelch des Leides an mir vorübergehen. Doch ich will deinen Willen tun, nicht meinen.“ – Lukas 22,42
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