November 14, 2025
[On Fire for Jesus]
„Werdet im Eifer nicht nachlässig, sondern lasst euch vom Geist Gottes entflammen. – Römer 12,11 GNB
Eifer ist ein altmodisches Wort. Man hört es heutzutage nicht mehr oft, außer in negativen Aussagen, wie über jemanden, der „übereifrig“ ist. Jemand der mit viel Eifer an eine Sache geht, nannte man früher einen „Eiferer“, aber auch dieses Wort musste einem neuen Ausdruck weichen und wird jetzt vorzugsweise mit Fanatiker ausgedrückt.
Aber Eifer ist in der Bibel ein häufiges Thema und eine positive Tugend. Als Christen brauchen wir Eifer (ein bisschen Fanatismus). Wir müssen die Verantwortung übernehmen, das Feuer in unseren Herzen brennen zu lassen. Wir müssen in der Liebe zu Jesus bleiben und unsere erste Liebe nicht verlieren. Das ist nicht immer einfach. Das Leben ist manchmal hart und anspruchsvoll. Der Dienst kann genauso sein, manchmal sogar noch härter.
In solchen Situationen müssen wir die Verantwortung für unsere eigene Seelenpflege übernehmen und sicherstellen, dass wir nicht ermüden und frustriert werden. Wir haben de facto zwei Möglichkeiten: das Feuer am Brennen zu halten oder auszubrennen. Die Absicht des Vaters ist nicht, dass wir ausbrennen, sondern hell brennen. Pflege also deine Leidenschaft für den Herrn mit Sorgfalt. Wie John Wesley einmal sagte: „Wenn wir Feuer fangen, werden die Leute von überall herkommen, um uns brennen zu sehen.“ – Mark Stibbe 1
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Heute Morgen habe ich mich aus dem Bett gequält. Die Sonne ist noch nicht einmal richtig aufgegangen, warum sollte ich also schon auf sein? Während ich über diese prägnante Logik nachdachte, zog ich mich an, trank einen Schluck Wasser und schnappte mir meine Tasche und stapfte zur Haustür hinaus.
Mein Ziel war das Fitnessstudio
Ich hatte gerade mein Training hinter mir, als ich jemanden singen hörte. Ich weiß nicht, wie es in anderen Fitnessstudios ist, aber normalerweise singt in meinem Studio niemand. Wenn doch, dann meist nur mit einem Seufzer oder einem atemlosen Ächzen. Das hier war richtiges Singen, selbstbewusst und klar. Ich hörte das Wort „Jesus“. Dann begann er eine Variation von „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte.“
Innerhalb weniger Minuten hatte mich dieser Typ sowohl inspiriert als auch beschämt. Er teilte seinen Glauben auf eine einfache, kraftvolle Weise. Wie Dwight L. Moody es ausdrückte, predigte er aus einer Bibel, „die in Schuhleder gebunden war“.
Als er fertig war, lächelte er zu mir herüber und sagte: „Ich wünsche dir einen schönen Tag!“ Dann nahm er seine Tasche und weg war er. Glaub mir, mein Tag hat sich auf großartige Weise komplett verändert. Ich erzählte es meiner Frau, als ich nach Hause kam. Ich erzählte es meinen Freunden. Ich erzählte es meiner Familie. Ich erzählte es so vielen Leuten wie möglich, und jetzt erzähle ich es dir.
Was ich aus dieser Erfahrung mitgenommen habe, ist Folgendes:
Es gibt immer jemanden in deiner Nähe, den du positiv beeinflussen kannst. Dort im Fitnessstudio hat dieser Typ meine Sichtweise verändert und mich durch seine Bereitschaft, Gott zu ehren, gesegnet. Ebenso begegnen wir ständig vielen Menschen, interagieren mit ihnen und beeinflussen sie. Wenn wir in einer leidigen, müden Welt Freude verbreiten können, können wir damit Leben verändern.
Mögen wir immer danach streben, ein gutes Beispiel zu sein, denn wir bekommen meistens keine zweite Chance, jemanden davon zu überzeugen, dass unser Glaube echt ist.
Sieh das große Ganze so: Ein Lied, ein freundliches Wort, ein Lächeln, eine gute Tat, eine Notiz, eine E-Mail, ein Tipp, ein Schulterklopfen, eine Umarmung, ein [… fülle selbst die Lücke aus] kann eine konstruktive Wirkung haben, die weit über den Aufwand hinausgeht, den es kostet, dies zu tun. Diese ewigen Dividenden lassen sich nicht mit irdischen Maßstäben messen.
Lasst uns Beispiele für Jesus sein und lasst uns bei jeder Gelegenheit tun, was wir können, um ihn zu zeigen ... sogar in aller Herrgottsfrühe. – Chris Mizrany
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Tue alles Gute, das du kannst.
Mit allen dir möglichen Mitteln. Auf jede erdenkliche Weise.
Wo immer du kannst. Wann immer du kannst.
Für alle Menschen, allen denen du helfen kannst. Solange du kannst.
— John Wesley (1703–1791) zugeschrieben
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Der Sinn deines Lebens ist, auf Ihn hinzuweisen. Was auch immer du tust, Gott möchte darin verherrlicht werden, denn all dies ist Sein Werk. – Francis Chan
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Das Christentum ist nicht der Glaube der Selbstgefälligen, der Bequemen oder der Ängstlichen. Es fordert und schafft heroische Seelen wie Wesley, Wilberforce, Bonhoeffer, Johannes Paul II., Billy Graham und viele andere. Jeder von ihnen zeigte auf seine Weise den unbesiegbaren und kraftvollen Einfluss der Botschaft Jesu Christi. – Mitt Romney
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Ich erinnere mich, dass ich meinen Kindern “This Little Light of Mine“ – „Dies mein kleines Licht“ vorgesungen habe, als sie noch klein waren. Wenn du den Song googelst, findest du wohl mehrere Versionen, aber der Text, den ich meinen Kindern vorgesungen habe, bestand aus diesen Hauptphrasen:
„Dies mein kleines Licht, es scheint für dich und mich!“
„Verbergen werd‘ ich‘s nicht, leuchten lass ich es!“
„Ausblasen kann der Satan ‘s nicht, leuchten lass ich es!“
Im Mittelpunkt des Liedes steht die Botschaft, dass wir als Kinder Gottes das Licht Jesu hell erstrahlen lassen sollen, damit es alle sehen können. Jesus sagte zu der um ihn versammelten Menge: „Ihr seid das Licht der Welt – wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können.“ (Matthäus 5,14). „ Ihr “ bezieht sich hier auf die Kirche, die Gemeinschaft aller Gläubigen an Jesus, die wie eine Stadt auf einem Berg leuchtet und die Verantwortung trägt, die Welt mit der verwandelnden Botschaft der Liebe Christi zu erleuchten.
In alten Zeiten hatten Reisende, die auf dunklen Straßen unterwegs waren, keine Taschenlampen zur Verfügung, wie wir heute. Stattdessen mussten sie Fackeln oder Öllampen mit sich führen. Kamen sie in bewohnte Gebiete, erhellten die Fackeln oder Laternenflammen der Städte die Nacht und zogen diejenigen an, die in der Dunkelheit unterwegs waren. Dies galt insbesondere für Städte, die hoch auf Hügeln lagen, da sie aus der Ferne besser sichtbar waren und hell über Bäumen, Felsen und anderen Hindernissen leuchteten. Als Jesus von einem Hügel in der Nähe von Kapernaum zu einer Menschenmenge sprach (Matthäus 5,1), lehrte er seine Zuhörer sowie zukünftige Gläubige wie uns, die Schönheit der Liebe Gottes auszustrahlen, damit die Verlorenen ihn sehen können, egal durch welches dunkle Tal sie auch reisen mögen.
Jesus weist uns ferner an, unser Licht (die Hoffnung auf Erlösung) nicht unter einem Gefäß zu verstecken, sondern es auf einen Ständer zu stellen, damit es jeder sehen kann (Matthäus 5,15–16). Der Theologe Charles Spurgeon bemerkt: „Der Zweck unseres Leuchtens ist nicht, dass die Menschen sehen, wie gut wir sind, oder uns überhaupt sehen, sondern dass sie Gott und seine Gnade in uns sehen.“
Jesus selbst ist das ultimative Licht der Welt, und als seine Nachfolger leuchten wir für ihn. Dieses „Leuchten“ mag etwas passiv klingen, aber an anderer Stelle in der Heiligen Schrift forderte der Apostel Paulus die Christen auf, aktiv „zu den Waffen des Lichts“ zu greifen (Römer 13,12) und „die komplette Waffenrüstung Gottes anzulegen“ (Epheser 6,11) was den Kampf gegen die geistige Finsternis betrifft!
Wie können wir als Gläubige heute aktiv für das Licht kämpfen und die Welt mit der transformierenden Botschaft von Christi Liebe erleuchten? Hier ist ein Ansatzpunkt: Jeder Gläubige hat eine Erlösungsgeschichte, in der Gott uns aus einem Leben in Dunkelheit und Sünde gerettet hat. Anstatt unsere Geschichte zu verbergen oder nur darauf zu warten, dass Unwissende „den ersten Schritt machen”, um ein spirituelles Gespräch zu beginnen, sind wir verantwortlich und durch Gottes Heiligen Geist befähigt, unsere Erlösungsgeschichten mit den Menschen um uns herum zu teilen. Und wenn wir uns einer Gemeinschaft von Gläubigen in einer örtlichen Kirche anschließen und unser Leben gemeinsam leuchten lassen, ... verbindet sich unser Licht mit anderen, und wir werden zu einem Leuchtfeuer, das den Verlorenen den Weg zu Christus weist.
Gebet: Himmlischer Vater, danke für Jesus, das ultimative Licht der Welt. Danke für das Geschenk der Erlösung, das in ihm zu finden ist. Gib mir ein Herz, das meine Geschichte von deiner verwandelnden Liebe verkünden möchte, damit die Verlorenen dich finden können. Wenn andere dein Wirken in meinem Leben sehen, mögen sie den Glanz deiner Herrlichkeit und Liebe zu ihnen erkennen. Im Namen Jesu, Amen. — Mary Boswell 2
1 Mark Stibbe, God’s Word for Every Need (Destiny Image, 2016).
2 Mary Boswell, “A Light to the World,” https://app.first5.org/book/Light%20of%20the%20World/light_of_the_world_7
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